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Fotoimpressionen von einer bezaubernden Winter-Ballonfahrt




Unvergessliche Eindrücke einer Heissluft-Ballonfahrt zwischen Himmel und Erde mit dem
Ballonfahrer Heinz Dahlhoff aus Rangendingen.
Anfragen unter Tel. 07471/ 98255
 
Nachfolgend einige fotografische Eindrücke von der Ballonfahrt.
Zum vergrößern der Fotos auf die Bilder klicken !!

 

Frei, wie ein Vogel im Wind...
so beschreibt man das Fahren mit einem Ballon.

Samstag, 5. Januar 2002, 13.00 Uhr, Treffpunkt beim Rössle im hohenzollerischen Rangendingen. Ballonfahrer Heinz Dahlhoff begrüßt seine Gäste und lässt zunächst ein Luftballon fliegen. Wir erfahren dadurch an welchem Platz die Fahrt los geht. Es geht gemeinsam  zum Startplatz. Gespannt und ein wenig unsicher stehen wir Passagiere auf der schneebedeckten Wiese einer Anhöhe nahe der Rangendinger Mehrzweckhalle. Es es ist unsere erste Ballonfahrt. Doch Dahlhoff macht uns Mut: «Die Technik ist so simpel, dass eigentlich nichts schief gehen kann», erklärt er. Heiße Luft rein, und schon steige der Ballon auf. Na dann!

Das Ballonteam unter der Mithilfe der Passagiere legt die Ballonhülle aus. Danach bläst Dahlhoff die riesige Stoffmenge per Maschine auf, bis ein rot-blau-weißes, Bierzelt-ähnliches Gebilde vor uns auf der Wiese liegt. Das Team befestigt den Korb daran und feuert Propangas in die vordere Öffnung des ovalen Ballons.

Die heiße Luft tut ihre Wirkung: Langsam erhebt sich das obere Ende des Ballons. Das ganze Gebilde kippt nach vorne, bis es schließlich senkrecht über unseren Köpfen schwebt. Jetzt erst erkennt man seine wahre Gestalt: Wir springen in den Korb, Dahlhoff löst das Seil, und los gehts.

In Sekundenschnelle entfernen wir uns vom Boden. Die zwei Helfer des Ballonführers und die Begleitpersonen, die unten bleiben, und der Jeep des Teams schrumpfen zusehends zu Zwerg- und Spielzeuggröße zusammen. Die Wiese wird kleiner und kleiner. Nach einigen Minuten ist bereits der Albtrauf und die Burg Hohenzollern zu sehen. Die Sicht ist klar – ein herrlicher Wintertag bei idealen Ballonfahrerbedingungen. Stetig und ruhig geht es höher und höher. Nur im Winter sind aufgrund der schwachen Thermik Starts während des ganzen Tages möglich, wobei es im Korb nicht kälter ist als am Boden - denn der Ballon läßt sich vom Wind treiben, dadurch ist es oben nahezu windstill. Im Sommer wird morgens oder spätnachmittags gestartet.

So erhaben wie wir in diesen Momenten müssen sich auch die beiden Franzosen gefühlt haben, die 1783 zum ersten Mal in einem Ballon aufstiegen und damit die Geschichte der Luftfahrt einläuteten. Den Brüdern Montgolfier war aufgefallen, dass eine leere Zuckertüte im Kamin nach oben fliegt. Aus Papier und Stoff konstruierten sie eine ähnliche, allerdings erheblich größere Hülle und erfanden damit den Heißluftballon, der mit einem offenen Feuer aus Stroh und Wolle tatsächlich zwei Passagiere in die Höhe transportierte.

Der erste Aufstieg soll allerdings nur zehn Minuten gedauert haben. Heute fährt man eine gute Stunde, je nach Wetter und Landemöglichkeit. Wir können also in aller Ruhe nach unten schauen auf das schneebedeckte Hohenzollernland. Dahlhoff gibt ein paar Sekunden Gas, das donnernd verbrennt. Ab und an muss er nachheizen, um den Ballon auf ungefähr 300 Meter Höhe zu halten. Ansonsten gleitet unser Gefährt nahezu geräuschlos dahin.

Etwas mehr als 100000 Mark kostete die Beschaffung der kompletten Ausrüstung, zu der neben dem Ballon aus Nylon mit Innenbeschichtung ein Korb aus Peddigrohr, ein Gasbrenner, Funkgeräte und der Ballonanhänger für den Transport gehören.
Der Ballon faßt 3000 Kubikmeter Propangas, ist 28 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 18 Metern. Im Korb, der 1.10 Meter hoch ist, können neben dem Piloten noch sechs Gäste mitfahren. Die vier mitgeführten Gasflaschen reichen für über zwei Stunden Fahrzeit.
Oberstes Gebot der Ballonfahrt ist die Sicherheit. Keinen Start gibt es bei starkem Wind, Regen, Gewitter oder schlechter Sicht. Vor jedem Start wird der Wetterbericht vom Wetteramt Stuttgart eingeholt. Hinzu kommen behördliche Auflagen, die zu beachten und einzuhalten sind.
Die Mindestflughöhe sind 150 Meter, 3000 Meter das Maximum und die Regelfahrthöhe sind 1000 Meter. Hier hat man dann auch optimale Sicht, die bei klarem Winterwetter bis in die Alpen reicht.

Dies war an diesem super Januartag der Fall. Der leichte Wind mit ca. 20 km/h trug uns über Hart, Trillfingen, Haigerloch, übers Eyachtal an Bad Imnau vorbei nach Empfingen in Richtung Betra.
Wir überquerten das Neckartal und genossen einen schönen Blick auf Dettingen, Horb und auf der anderen Seite auf das Mühlbachtal mit der markanten Autobahnbrücke und im Hintergrund das Kloster Kirchberg. Gar die Alpen mit dem markanten Säntis in der Schweiz, die Höhen des Schwarzwaldes und dahinter die Vogesen konnten bei guter Fernsicht erkannt werden. Es war einfach beeindruckend und die Zeit verging im wahrsten Sinne wie im Flug.
Zwischen Dürrenmettstetten und Oberiflingen, nahe der beiden Windkrafträder, findet Dahlhoff einen geeigneten Landeplatz.

Unten sehen wir den Jeep des Teams und weitere Begleitfahrzeuge, die dem Ballon auf dem Boden folgen, um uns an der Landestelle abzuholen und zurück zum Auto am Startort zu fahren. Kein Problem, wenn uns der Rest des Teams mal aus dem Auge verliert: Per Funk gibt Dahlhoff auf der Ballonfahrerfrequenz (122,25 Megahertz) durch, wo wir gerade sind. Der Korb setzte nach eineinhalb Stunden wieder sanft auf schneebedecktem Ackerland auf. Danach rüsteten wir den Ballon auf dem kristallgefrorenen Schneefeld gemeinsam ab und verstauten ihn im Anhänger.

Noch war das Abenteuer nicht vorbei. Gerade wieder am Ausgangspunkt angekommen, weiht uns Dahlhoff nach dem Abendessen im Gasthof „Rose“ in die Rituale der Ballonfahrer ein. «Nun soll uns jetzt das Feuer taufen, zum Löschen wird der Sekt einlaufen», müssen wir ihm nachsprechen, während er ein Büschel Haare verkokelt und uns einen Schluck Sekt in den Nacken kippt.
Auf jeden warte nach seiner ersten Tour die Taufe, erklärt er uns, während wir anstoßen.

Wir bekommen auch gleich einen neuen Namen verpasst: Der Fotograf heißt nun Knipser Gunar – edler Foto-Graf vom Eyachtal und ein weiblicher Passagier  wurde zur lieblich süßen Petra, von den flotten Winden schwebende Tannenzapfen - Prinzession im fehlenden Abendrot getauft. Ballonfahren ist nämlich in jeder Hinsicht ein erhebendes Erlebnis: Mit diesem Tag sind wir nicht nur in die Lüfte, sondern auch in den Stand des Ballonfahreradels aufgestiegen.

 

Weitere Infos unter www.ballonfahrer.de

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72401 Haigerloch-Bad Imnau
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Aktualisierungsdatum  11.09.2011
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